Auszug aus der Konzeption des Sankt Anna Kindergartens mit Krippe

Pädagogische Arbeit verlangt Klärung der Frage: Wie sehe ich das Kind? Wie ist unser Bild vom Kind? Damit einher geht die Grundhaltung der pädagogischen Fachkraft sowie der pädagogische Ansatz, der in unserer Einrichtung gelebt wird.

 

Die komplette Konzeption steht Ihnen im Bereich Downloads zur Verfügung.

Bild vom Kind

Kinder sind von Geburt an mit Kompetenzen und Fähigkeiten ausgestattet. Sie verfügen über Möglichkeiten ihre Entwicklung selbst zu steuern, den aktiven Part im alltäglichen Tun zu übernehmen. Kinder nehmen aus eigenem Antrieb Kontakt mit ihrer Umwelt auf und beenden ihn z.B. von sich aus, wenn sie sich überfordert fühlen. Sie reagieren aktiv auf eine anregende Umgebung. Den Kindern wird zugetraut, Verantwortung für ihr Wohlbefinden und ihre Zufriedenheit zu übernehmen. Sie sind bereits von Geburt an fähig zur Selbstbestimmung. Dafür brauchen Kinder eine bewusst gestaltete Umgebung und zugewandte Erwachsene, die ihnen vielfältige Möglichkeiten und Anreize zur Selbstentfaltung und altersgemäße Entscheidungsfreiheit bieten. Kinder müssen ihre Neugierde bewahren um bereit zu sein, ihr Wissen ständig zu erneuern und dazu zu lernen.

Wir sehen das Kind als eigenständige Persönlichkeit. Es kann sich ausprobieren, experimentieren, neugierig sein, Fragen stellen, Fehler machen, wütend sein sowie fröhlich und nachdenklich oder ängstlich.

 

Wir sehen Kinder als eigenständige Akteure.

 

 

„Wenn ich nur darf, wenn ich was soll, aber nie kann, wenn ich will, dann mag ich auch nicht, wenn ich muss.

Wenn ich aber darf, wenn ich will, dann mag ich auch, wenn ich soll, dann kann ich auch, wenn ich muss.

Denn schließlich:

Die können, sollen, müssen wollen!

 

Aus „kiga heute spot – Kindliche Entwicklung verstehen und unterstützen.

 

Pädagogischer Ansatz und Methoden

„Ein pädagogischer Ansatz ist ein definiertes System pädagogischer Überzeugungen, das sich bewusst von anderen Ansätzen absetzt und Konsequenzen für eine professionelle pädagogische Praxis formuliert."

In unsere Einrichtung arbeiten wir nach dem „Jahreskalender" verbunden mit dem Situationsansatz. Situationsansatz bedeutet, aktuelle Lebenssituationen, die die Kinder beschäftigen werden aufgegriffen und vertieft. So gelingt es, mit den Kindern Situationen und Dinge, die im Alltag erlebt werden, zu verstehen, zu fühlen und zu verarbeiten.

Aber auch Teile der Philosophie von Maria Montessori fließen in unsere Arbeit mit ein. Wie z.B. der berühmte Leitsatz. "Hilf mir es selbst zu tun." Seit der Erweiterung der Einrichtung ist eine Tendenz zur „Teiloffenen Arbeit" zu spüren. Vereinzelt wird mehr oder weniger stark gruppenübergreifend gearbeitet (je nach Bedürfnis der Kinder).  Die gewonnenen Erfahrungen evaluieren wir in unserem individuellen pädagogischen Ansatz.

An dieser Stelle ein kleiner Ausblick darauf, wohin die Reise zur teiloffenen Arbeit führen könnte. Ein Teil der pädagogischen Angebote findet gruppenübergreifend statt. In der Freispielzeit dürfen die Kindergartenkinder Spielecken in den anderen Gruppenräumen und auch die Räume außerhalb nutzen. Dadurch wird die Entscheidungsfähigkeit und Selbständigkeit der Kinder gefördert und sie lernen viele Spiel-und Lernmöglichkeiten kennen. Ihr Sozialverhalten wird geschult, da sie mit vielen Kindern und Erwachsenen in Kontakt kommen. Falls ein Kind aber die Nähe und Sicherheit seiner vertrauten Umgebung braucht, hat es dazu selbstverständlich die Möglichkeit.