Wir über uns


Kleine Chronik der Pfarrei

Die Pfarrei Sankt Anna Karlsfeld liegt im Dekanat München-Feldmoching. Das Pfarrgebiet erstreckt sich (entlang der Dachauer / Münchner Str.) von der Siedlung Ludwigsfeld im Süden (Münchner Stadtgebiet) bis zum Karlsfelder See im Norden. Im Osten umfasst es die Handwerker- und die Fasanensiedlung und das neue Industriegebiet. Im Westen grenzt die Pfarrei Sankt Josef an. Dritte Kirche in diesem Bereich ist die evangelisch-lutherische Korneliuskirche. Im Gebiet von Sankt Anna wohnen 6600 Katholiken aus 45 Nationen.

Seelsorger
Als Seelsorger sind angewiesen: Pfarrer Robert Krieger (seit 6.10.85),  Pater Alessandro Rossi von der Missione Catholica Italiana betreut die ca. 1200 hier beheimateten italienischsprachigen Katholiken.

Seit Nov. 2007 ist Josef Enthofer als ständiger Diakon in der Pfarrei. In der Pfarrkirche Sankt Anna wird der sonntägliche Gottesdienst auch in italienischer Sprache gefeiert. In der Filialkirche Sankt Johann Nepomuk in München-Ludwigsfeld wird der Gottesdienst am Sonntag in deutscher, polnischer und ukrainischer Sprache gefeiert.
 
Mitarbeiter
Folgende Angestellte arbeiten für die Pfarrei: Hans Obermeier (Organist und Chorleiter); Jutta und Peter Bernhard (Mesner- und Hausmeister);  Anni Neuber (Buchhaltung); Elisabeth Wiesböck (Halbtagssekretärin) und Tadeusz Bortnik, Gemeindehelfer und Mesner in Sankt Johann Nepomuk, München-Ludwigsfeld.

Kirchliche Gebäude
Das erste kirchliche Gebäude im Bereich des heutigen Karlsfeld war die 1124/27 erbaute Kapelle der Dachauer Gräfin Beatrix. Diese Kapelle fiel 1802/03 der Säkularisation zum Opfer, just als sich die ersten Siedler (aus dem Bayrischen Wald, Württemberg und der Rheinpfalz) anschickten, das sumpfige Gelände, das zum Dachauer Moos gehört, urbar zu machen.
 
Ludl-Kapelle
Seelsorglich wurde die damals entstehende „Kolonie Karlsfeld“ der Pfarrei Peter und Paul in Feldmoching zugeteilt. 1900 baute der Landwirt Ignaz Ludl auf seinem Grundstück eine Privatkapelle, die auch geweiht wurde. Doch vergingen 20 Jahre, bis in diesem Gotteshaus die erste heilige Messe gefeiert wurde.

Zu Beginn des 2. Weltkriegs war Karlsfeld ein Dorf. Das BMW-Werk II (heute MTU und MAN) und die zugehörige Wohnsiedlung sorgten für rasches Wachstum. In Ludwigsfeld hatten die Nazis als Außenstelle des KZ-Dachau ein „arisches“ und ein „nichtarisches“ Lager errichtetet (Außenstelle von Dachau). Nach Kriegsende wurden in dessen Baracken Tausende von Heimatvertriebene aus Osteuropa untergebracht.
 
Sankt Anna Kirche
Die Ludl-Kapelle bot nun den Gottesdienst-Teilnehmern nicht mehr genügend Platz. Als Abhilfe schuf man für die Barackensiedlung eine Notlösung. Im Juli 1952 endlich konnte der Feldmochinger Pfarrer Jakob Sturm mit dem Bau der Sankt Anna-Kirche beginnen. Kardinal Josef Wendel hat das Gotteshaus am 26. April 1953 geweiht. Kurat und erster Pfarrer von Sankt Anna wurde der Feldmochinger Kaplan Josef Mühlhauser (+1991). 2003 hat die Pfarrei Sankt Anna die 50-Jahr-Feier.

Filialkirche Sankt Johann Nepomuk
Zum Zeitpunkt, da die Kirche entstand, wurde in Ludwigsfeld eine große Siedlung gebaut aus ERP-Mitteln (European Recovery-Program). Von den rund 4000 dort Zugezogenen waren die meisten Ausländer aus Osteuropa; unter ihnen etwa ein Drittel Katholiken. Die sozialen Probleme waren gravierend. Wohl deshalb ruhte in den folgenden Jahrzehnten die Bautätigkeit in Ludwigsfeld. Sie kam 1990 erneut in Gang. Seither hat die Stadt München einen Kindergarten und eine Folge von Reihenhäusern für Familien errichtet.

Seit 1960/61 besitzt unsere Pfarrei in Ludwigsfeld die kleine eingeschossige Filialkirche Sankt Johann Nepomuk. In ihr feiern neben deutschen auch polnische und ukrainische Katholiken regelmäßig Gottesdienste in ihrer Muttersprache.

Sankt Anna Kindergarten
Im Jahr 1962/63 errichtete die Kirchenstiftung Sankt Anna einen 4-gruppigen Kindergarten (für 100 Kinder). Bis 1991 wurde er von den Franziskus Schwestern vom Heiligen Kreuz geleitet. Mehrmals im Jahr feiern wir zusammen mit allen Kindern und Erzieherinnen im Kindergarten einen Gottesdienst. In den letzten Jahren hat die Pfarrei in Zusammenarbeit mit dem erzbischöflichen Bau- und Kunstreferat und reger Mithilfe der Eltern (die unentgeltlich viele Arbeitsstunden geleistet haben) das Gartengelände neu und phantasievoll gestaltet.

Am 22.Juni 2002 hat der Kindergarten mit dem Sommerfest sein 40jähriges Jubiläum unter dem Motto „alle Kinder dieser Erde“ gefeiert.
 
Sankt Anna Haus
Das alte Pfarrheim war in den Fundamenten marode und wurde am 2004 durch ein neues Heim im ehemaligen Pfarrgarten abgelöst. 15 Jahre vergingen von der ersten Planung bis zur Einweihung am 25.01.2004 durch Herrn Prälat Domkapitular Josef Obermeier. Der sehr gelungene Bau ist ein architektonisches Meisterwerk der Münchener Architekten Katikaridis und Oerter und passt sich sehr gut dem Ensemble  Pfarrkirche und Pfarrhaus an. Seitdem ist das Sankt Anna Haus mit Leben gefüllt.
 
Pfarrleben
Einen Einblick in die Aktivitäten unserer Pfarrei geben die Internetseiten www.sankt-anna.de. Sie erfahren Aktuelles und Wissenswertes über Seelsorger, Gremien, Kindergarten, Gruppen, Liturgie, Gottesdienstzeiten und vieles mehr.
 
Eucharistie und Neuevangelisation
Als Pfarrer sind mir besonders wichtig die Gottesdienstfeier und die Predigt, sowie die geduldige Neuevangelisation am Ort durch die Gemeinschaften des Neokatechumenates. Es zeigt sich immer mehr, dass diese das Pfarrleben befruchten und sich gut einfügen in die vorgegebenen Pfarreistrukturen.

Sankt Anna Karlsfeld